Arbeiten auf dem Schiff · Ausbildung/Handwerk

Baba Nord- und Ostsee – Hallo Atlantik!

Die letzte Reise in die nördlichen Gefilde konnte ich auch wieder für ein wenig Sightseeing nutzen und diesmal auch Orte besichtigen, die mir die letzte Reise entgangen sind.

Der erste Halt war Stockholm. Mit einem Tenderboot, also dem Boot, das im Notfall als Rettungsboot dient, wurden wir direkt in die Altstadt gebracht. Dabei herrschten ganz andere Temperaturen als bei meinem ersten Besuch, und das Herumschlendern machte mehr Freude. Das Königshaus sah ich mir von außen an und ein kleines Café von innen.


In den nächsten Tagen folgten einige Zeitumstellungen, da wir die Grenze nach und von Finnland mehrmals überquerten, außerdem kam dann auch noch die europaweite Zeitumstellung auf die Sommerzeit hinzu. Insgesamt war die Uhr fünf Mal umzustellen. Und auch wenn ich die automatische Zeiteinstellung auf dem Handy deaktiviert habe, hat es mich einmal erwischt. Es dürfte trotz der deaktivierten Funktion die Zeit geändert haben, und so bin ich einmal eine Stunde zu früh aufgestanden. Aber ich war an diesem Tag definitiv nicht die einzige mit diesem “Problem”, und in diese Richtung ist es immer noch besser, als eine Stunde zu spät aufzustehen.

So werden wir mehr oder weniger frühzeitig über bevorstehende Zeitumstellungen informiert.

Im letzten Beitrag habe ich von einem Bingo-Abend erzählt. Die Dame, die den Jackpot gewonnen hat, hat ihren Gewinn sehr kollegial eingesetzt. Sie hat davon eine Crew-Party organisiert, bei der alle Getränke von ihr bezahlt wurden.

Ich muss ehrlich sagen, ich wäre wohl nicht auf die Idee gekommen, hätte ich gewonnen. 😀


Nach Stockholm wäre der nächste Hafen Lulea gewesen. Leider konnten wir ihn aber aufgrund der Eislage diese Reise nicht anfahren. Ich fand aber, dass es generell mit dem Eis viel besser war als beim ersten Mal. Diesmal brauchten wir nur ein Mal einen Eisbrecher und auch sonst steckten wir nie richtig fest. Auch der Lärm durch das Eis, das an der Schiffswand entlang schrammte, hielt sich in Grenzen. So verbrachten wir ein paar Tage in Kemi, die mir die Gelegenheit gaben, auch diese Stadt einmal anzuschauen.

Dabei habe ich festgestellt, dass ich vom Aussehen her ziemlich gut nach Finnland passen würde. Die meisten Leute, die ich dort gesehen habe, haben ungefähr denselben Teint oder sind sogar noch blasser als ich.


Am letzten Tag in Kemi wurde für die Crew der Besuch einer Rentierfarm organisiert. Dabei bekamen wir auch die Gelegenheit einer Schlittenfahrt. Das war wirklich ein tolles Erlebnis.

Die Besitzer dieser Farm erzählten uns sehr viel Interessantes über die Rentiere. So gibt es in ganz Finnland kein einziges wildes Rentier. Sie alle tragen die Marke eines Besitzers und “wissen” auch, wo ihre Heimat ist. Außerdem wachsen nach dem dritten Lebensjahr die Geweihe jedes Jahr im gleichen Muster nach. Die Weibchen behalten dieses auch etwas länger als die Männchen, um die Jungtiere vor ihnen schützen zu können.

Bei einem Beerentee und hausgemachtem Kuchen erfuhren wir noch Weiteres über finnische Traditionen und auch Volksmärchen. Dies war auch der letzte Tag, an dem ich so wirklich was von den winterlichen Verhältnissen mitbekommen habe.


In den Tagen darauf war dann auch mal Ostern. Für die Crew wurde wieder eine Party organisiert und auch ein Geschenk bekamen wir. Für die Party wurde wieder sehr gut aufgekocht, und das Geschenk waren Schokoeier und eine Jogginghose, auf der die Hanseatic nature aufgestickt war. Die ist auch wirklich bequem und sieht für eine Jogginghose auch relativ elegant aus.


Danach ging es noch ein weiteres Mal nach Kopenhagen, diesmal aber mit viel schlechterem Wetter. Und dann folgte auch der letzte Halt in Deutschland, nämlich Hamburg. Auch hier wieder mit schlechterem Wetter als beim letzten Mal.

Aber all die bewölkten und grauen letzten Tage ließen sich mit der Aussicht auf wärmere Temperaturen gleich viel besser ertragen. Aber davon berichte ich das nächste Mal.

Für jetzt heißt es “Baba Norden! Hallo Süden!”.

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